Montag, Januar 01, 2007

Rauchverbot per Arbeitsstaettenverordnung II.

In einem Beitrag für den "Tagesspiegel am Sonntag" habe Prof. Dr. Dagmar Schipanski, die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, behauptet:
"Die Arbeitsstättenverordnung sichert jedem Beschäftigten einen rauchfreien Arbeitsplatz zu - außer den Angestellten in der Gastronomie"
(Quelle: "Schipanski fordert drastische Maßnahmen zum Nichtraucherschutz", in: Die Neue Epoche Online vom 31. Dezember 2006).

Ein einziger Blick in die Arbeitsstättenverordnung (PDF) hätte genügt, diese falsche Behauptung zu vermeiden. In Absatz 2 von Paragraph 5 der Arbeitstättenverordnung müssen Arbeitgeber in allen Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr, also nicht nur in der Gastronomie, Schutzmaßnahmen für nicht rauchende Beschäftigte nur insoweit treffen, als die Natur des Betriebes und die Art der Beschäftigung dies zulassen.

Für eine angesehene Naturwissenschaftlerin ist ein solcher Umgang mit der Wahrheit eigentlich schwach. Soll diese falsche Behauptung davon ablenken, daß ein gesetzliches Rauchverbot per Gaststättenrecht nicht rauchenden Beschäftigten in anderen Branchen mit Publikumsverkehr nichts nützt? Schipanski müßte sich konsequenterweise eigentlich für ein Rauchverbot per Arbeitsstättenverordnung aussprechen und nicht auf der Gastronomie rumhacken. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Rauchverbot per Arbeitsstaettenverordnung".