Mittwoch, Februar 21, 2007

165. Geburtstag von Karl May.

Am 25. Februar 1842 wurde Karl May in Radebeul Ernstthal geboren, heutzutage Sitz der Karl-May-Stiftung und des Karl-May-Museums. Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete der 1913 in Radebeul gegründete Karl-May-Verlag aus Sachsen nach Bamberg.

Der Schriftsteller Karl May war privat ein schlimmer Finger. Am 31. 5. 1869 ließ er in z.B. einem Restaurant fünf Billardbälle mitgehen, die er in Chemnitz für fünf Taler verkaufte. Amüsant zu lesen: "Karl May und die Justiz" von Jürgen Seul.

Der "Karl-May-Saloon" hat seinen Standort natürlich in Dresden-Radebeul. Werfen Sie doch einmal einen Blick in die sächsisch-amerikanische Speisekarte (PDF) des Karl-May-Saloons.

Vom 31. August 2007 bis 6. Januar 2008 veranstaltet das Deutsche Historische Museum in Berlin eine Ausstellung "Karl May ? Die imaginäre Reise" und in Zusammenarbeit mit der Karl-May-Gesellschaft ein Symposium zu Werk, Rezeption und Aktualität Karl Mays.

Persönlich mag ich die kleineren Frühwerke und Einzelerzählungen von Karl May, die etwa die Sammlung "Unter den Werbern" oder die Sammlung von sieben Humoresken, die um Leopolds I., Fürst von Anhalt-Dessau, ranken: "Der alte Dessauer". Leopold I. hat sich ab 1698 als Reformer in der Landwirtschaft, der Steuerpolitik, Infrastruktur und der Ansiedlung von Manufakturen hervorgetan. Der Legende nach soll der alte Dessauer auch die in seiner Heimat verbreitete Bierspezialität Gose in Leipzig eingeführt haben.