Samstag, Februar 17, 2007

Der deutsche Getraenkemarkt vor der INTERNORGA 2007: Alkoholfreie Getraenke weiter auf Wachstumskurs.

Auf dem deutschen Getränkemarkt stehen die Signale für alkoholfreie Getränke (AFG) auf Wachstum. Erfrischungsgetränke und Wässer zusammen sind mit Abstand die größten Durstlöscher hierzulande. Auf der INTERNORGA zeigen Hersteller und Großhandel neben neuen Produkten auch, wie sie mit innovativen Konzepten in der Gastronomie punkten wollen. Die 81. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien öffnet ihre Tore vom 9. bis 14. März 2007 auf dem Hamburger Messegelände.

Insgesamt hat sich der Markt der alkoholfreien Getränke erfreulich entwickelt: Beim Pro-Kopf-Verbrauch sind die Deutschen nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. mit 292,1 Litern (2005) europäische Spitze und liegen damit noch knapp über dem bisherigen Rekordjahr 2003 (291,8 Liter). Sogar im sonnenverwöhnten Spanien wurde 2005 mit statistischen 286 Litern weniger konsumiert. Zum Vergleich: Schlusslicht Finnland kommt auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von weniger als 150 Liter.

Auf dem heimischen Markt stehen die AFG (Erfrischungsgetränke + Wässer) ebenfalls auf Platz 1 der Durstlöscher-Hitliste. Erst auf den weiteren Plätzen folgen mit großem Abstand Kaffee (145,1 Liter) und Bier (115,2 Liter). Innerhalb der AFG nehmen die Wässer mit 134,8 Litern die Spitzenstellung ein, wobei sowohl die Mineral- und Heilwässer als auch die Tafel- und Quellwässer kontinuierlich Zuwächse verzeichnen. Gesteigert hat sich in den vergangenen Jahren auch der Verbrauch an Erfrischungsgetränken (2005: 117,5 Liter), Limonaden und Cola-Getränke sind hier die Renner.

Kein Wunder also, dass der Getränkefachgroßhandel mit der allgemeinen Geschäftsentwicklung zufrieden und auch für 2006 zuversichtlich ist. Ulf Jürgen Bichels, Geschäftsführer der Hamburger Firma Göttsche, die seit zwei Jahren zum dänischen Carlsberg-Konzern gehört:
"Es gab in diesem Jahr einen spürbaren WM-Effekt, und auch das tolle Wetter hat seinen Teil beigetragen."
Neben "Petrus" haben vor allem Tourismusentwicklung sowie Kreativität und Möglichkeiten der Gastronomie großen Einfluss auf das Ergebnis, weiß Bichels. Generell erwartet er auf dem Getränkemarkt überdurchschnittliche Wachstumsraten in den Bereichen Biermischgetränke, Wässer und Wellnessgetränke.

Für die Gastronomie ist Marktführer Coca-Cola (Berlin) durch den Erwerb der Marke Apollinaris noch wichtiger geworden.
"Apollinaris hat traditionell eine starke Stellung vor allem in der gehobenen Gastronomie"
sagt Coca-Cola-Sprecher Geert Harzmann. Auch die größte Produktneueinführung des Hauses seit 1983 - die kalorienfreie "Coke zero" - wird in der Gastronomie mit entsprechenden Gebinden erfolgreich vertrieben. Mit "Coke zero", geschmacklich nahe an der klassischen "Coke", soll der weiterhin anhaltende Wellness-Trend gezielt auch die Konsumenten erreichen, die sich mit "Coke light" nicht anfreunden konnten.

In Sachen Gastronomie fährt Coca-Cola sozusagen eine Doppelstrategie:
"Im Full Service wollen wir das Trinkerlebnis steigern und mit Glas-Mehrweg-Flaschen sowie hochwertiger Ausstattung das Ambiente gegenüber dem offenen Ausschank verbessern"
berichtet Harzmann. Die Kampagne "Coke and Snack" für den Take-Away-Bereich bietet Einzelgastronomen umfangreiche Ausstattungs- und Marketingunterstützung für eigene standardisierte Kombimenü-Angebote. Hintergrund laut Harzmann:
"Mit Coke and Snack können beispielsweise Imbissbetriebe in der gleichen Liga mitspielen wie die Systemgastronomie."
Auf der INTERNORGA präsentieren Getränkeindustrie und Handel ihr gesamtes Portfolio, führen neue Produkte in den Markt ein und stellen den Fachbesuchern ihre Gastronomie-Konzepte vor. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt ist vom 9. bis 14. März 2007 täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Rund 1.000 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren Neuheiten, Trends und Komplettlösungen für alle Bereiche des modernen Außer-Haus-Markts. Eintritt für Fachbesucher: 24 Euro (Zweitageskarte 34 Euro), Fachschüler: 12 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

(Quelle: Pressemitteilung der Hamburg Messe).