Sonntag, Februar 18, 2007

Der Journalistenpreis Bio 2006 geht an Beitraege aus Spiegel, Zeit, HR-Fernsehen und Bayerischen Rundfunk.

Die Gewinner des "Journalistenpreises Bio 2006" stehen fest. Auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, der Biofach 2007 in Nürnberg, überreichte Dr. Rainer Grießhammer vom Öko-Institut Freiburg am 16. Februar 2007 die Preise an die Journalistinnen und Journalisten.
"Der Bio-Boom fand auch in den Medien statt. Doch nicht jede Meldung zum Bio-Markt informiert Verbraucher und Leser kompetent zum Thema Bio und gesunde Umwelt"
erläuterte er in seiner Laudatio. Die ausgezeichneten Beiträge stehen für gut recherchierte, pointierte und auch einfühlsame Berichte über die Vielfalt im Bio-Sektor. Das Lesen, Anschauen oder Hören der Beiträge macht neugierig auf eine stark wachsende, nachhaltig orientierte Zukunftsbranche, deren Lebensmittel immer mehr Zuspruch finden.

Die Preise

Der Preis in der Kategorie Print geht an Annette Bruhns vom Magazin DER SPIEGEL. In ihrem Artikel "An die Wand gefahren" in der Ausgabe 26/2006 beschäftigt sie sich mit der Förderpraxis für Öko-Landwirte, einem zentralen Thema der Landwirtschaftspolitik im Jahre 2006. Annette Bruhns nennt es "journalistische Vollwertkost" - nach Meinung der Jury durchforstet sie kompetent, leicht und verständlich den Förderdschungel und legt Missstände offen. Ein hervorragender Beitrag, der komplizierte Sachverhalte ordnet und auf den Punkt bringt.

Der Preis in der Kategorie Fernsehen geht an Carola Wittrock. In der Sendung "Bilderbogen" des HR-Fernsehens vom 27. September 2006 porträtiert sie den BIO-Spitzenkoch Harald Hoppe. Als Küchenchef der Bio-Catering Marbachshöhe GmbH in Kassel beliefert Harald Hoppe mit seinem Team über 40 Kindereinrichtungen in Hessen mit Mittagessen in Bio-Qualität. Dynamisch, persönlich, lebensnah - der TV-Beitrag verdeutlicht, was ein Mensch mit Überzeugung alles erreichen kann. Die filmische Umsetzung des Themas "Gesunde Ernährung für Kinder" am Beispiel von Harald Hoppe ist mehr als gelungen, so die Jury.

Der Preis in der Kategorie Hörfunk geht an Dr. Geseko von Lüpke für sein Feature "Sekem - Das Wunder in der Wüste. Wie eine ägyptische Biofarm zum nachhaltigen Geschäftsmodell wurde". Das halbstündige Feature wurde unter anderem vom Bayerischen Rundfunk und vom NDR ausgestrahlt. Nördlich von Kairo zeigt das Sekem-Projekt, an das mittlerweile 800 weitere Farmen angeschlossen sind, wie neue Modelle zu einer zukunftsweisenden Agrarkultur führen können. Dr. Geseko von Lüpke engagiert sich als Journalist und Buchautor für nachhaltige Projekte der Hoffnung und hat mit seinem atmosphärischen Feature ein Beispiel für differenzierte und gut recherchierte Radiobeiträge gesetzt. Geseko von Lüpke erhielt aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler bereits im letzten Jahr den Medienpreis Entwicklungspolitik für den gleichen Beitrag.

Der Sonderpreis geht an Sven Hillenkamp von der Wochenzeitung DIE ZEIT. Der Artikel "Selbst schuld!" in der Ausgabe 24/2006 führt mit den Worten ein, dass "Politiker und Manager an allem schuld sind". Wer möchte da nicht zustimmen? Doch dann wird dem Leser und Verbraucher in einer stilistisch hervorragenden Art und Weise der Spiegel vorgehalten. Pointiert, scharf und provozierend und somit der beste Kandidat für den Sonderpreis.

(Quelle: PresseForum BioBranche)