Sonntag, Februar 25, 2007

Reaktionen Berliner Gastronomen auf das geplante gesetzliche Rauchverbot.

Die Berliner Morgenpost hat sich bei Berliner Gastronomen umgehört, wie sie auf das geplante gesetzlichen Rauchverbot reagieren werden: "Berlins Wirte schaffen Räume für Raucher", in: Berliner Morgenpost vom 25. Februar 2007.

Teilweise wird das Rauchverbot als Chance verstanden, bisher kaum genutzte Räume und Bereiche, die sich keiner besonderen Popularität erfreuen, zu Raucherräumen aufzuwerten:
  • Ein Raum, der bisher für kleine Tagungen genutzt wurde, wird zur "Raucher-Lounge"
  • Der Außenbereich wird nicht mehr nur im Sommerhalbjahr sondern ganzjährig genutzt.
  • Vor dem Restaurant werden Raucherecken eingerichtet, natürlich mit Bedienung.
Ein Kollege will am Rauchertreff vor seiner Tür alle halbe Stunde die Kippen wegfegen. Dafür ist doch die städtische Straßenreinigung dar. Schließlich hat der Staat uns das eingebrockt.

Gerechnet wird auch mit Beschwerden der Nachbarn wegen Lärmbelästigung. Nun, man kann ja bereits im Vorfeld per Flyer die Nachbarn informieren, daß der Staat dazu zwingt, die Raucher vor die Tür zu jagen. Für den Fall, daß sich jemand wegen Lärm beschweren möchte, gibt man ihm gleich die Telefonnummer der Gesundheitssenatorin an die Hand, am besten die private Telefonnummer, denn nachts, wenn man sich beschweren will, arbeitet im Gesundheitssenat ja niemand mehr. Damit die Politik den Frust abkriegt und nicht wir Gastronomen.