Dienstag, Februar 27, 2007

Wiener Wuerstchen sind langweilig.

Johann Georg Lahner, der "Erfinder" der Frankfurter bzw. Wiener Würstchen, stammt aus Gasseldorf in der Fränkischen Schweiz, nicht weit weg von meiner Heimatstadt Bamberg. Intention des Erfinders war es, eine Wurst zu entwickeln, die handlich ist. Heute würde man "Finger-Food" dazu sagen. Siehe dazu: "Ein Franke erfand die Frankfurter".

Wiener Würstchen finden sich pur bzw. mit Brot, Brötchen oder Kartoffelsalat nicht mehr auf vielen Speisekarten, eher noch von Imbissbuden, beim Eventcatering, in Autobahnraststätten und in den Speisewägen der Bahn. Sie fallen gelegentlich auch in Eintöpfe und Suppen oder bilden mit Linsen und Spätzle einen schwäbischen Dreiklang. Sie werden ummantelt, von Teig oder Brötchen und haben es so als Hot Dogs zu neuen Ehren gebracht bis hin zu einer koscheren Variante: "Hot Dog: Koscher und Law Carb". Die Bestleistung beim Hot-Dog-Esswettbewerb liegt bei "44 und einen halben Hot Dog in 12 Minuten".

Daß man aus diesen "langweiligen" Wiener Würstchen eine Unique Selling Position machen kann, beweist die Metzgerei mit Partyservice Freese in Visbek: "Serie: Fleischermeisters Spitzenprodukt! Heute: Ludger Freeses 'Wiener Würstchen'", in: Fleischer-Blog.