Sonntag, März 25, 2007

Ausnahmen vom gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie auch in Hamburg.

Entgegen der ersten Ankündigung eines radikalen gesetzlichen Rauchverbots in der Hamburger Gastronomie, rudert die CDU-Fraktion zurück (die anstehenden Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft 2008 lassen grüßen!) und sieht Ausnahmen vor: "Rauchverbot: CDU prüft doch Ausnahmen", in: Die Welt vom 25. März 2007.

Über die geplante Ausnahme in den Bordellen dürften sich insbesondere Betriebsräte der IG Metall freuen. Schließlich ist Wolfsburg ja nur einen Seitensprung entfernt.

Ausgenommen werden sollen auch Rotlichtklubs und Bierzelte.

Auch in Hamburg stößt man - reichlich spät - auf die Erkenntnis, daß es Umsetzungsprobleme gibt:
"Wenn in einem Zelt 800 angetrunkene Leute sitzen, können Sie schlecht eine Hundertschaft Polizisten reinschicken, um ein paar Gäste am Rauchen zu hindern."
Wobei ich mir die Anmerkung nicht verkneife, daß die Polizei sich ohnehin weigern dürfte, wegen solch einer Lappalie auszurücken. Und ob man nun 800 Polizisten in ein Bierzelt schickt oder je zwei davon in 400 Kneipen, kommt auf das gleiche hinaus. Ich möchte den Innensenator sehen, der trotz Bedenken der Polizeiführung eine strikte Anweisung dazu erteilt. Dann muß nur noch zeitgleich irgendwo ein Schwerverbrechen passieren und der Herr Innensenator kann seinen ehemaligen Amtskollegen, den Richter Gnadenlos, besuchen.