Donnerstag, März 29, 2007

Bratwuerste und andere Wuerstchen.

Volkswirtschaft ist ganz einfach.

Stellen Sie sich vor: Sie betreiben einen Bratwurststand. Erhöhen Sie einfach die Preise. Das Geld, das Sie dann mehr einnehmen, geben Sie wieder aus, regen dadurch die "gesamtgesellschaftliche Nachfrage" an. Letztlich steigert dies das Einkommen auch derjenigen, die bei Ihnen Bratwürste kaufen. Die geben mehr Geld aus bei Ihnen und Sie können erneut die Preise erhöhen...

Hokuspokus Fidibus - am Ende sind wir alle reich und glücklich und haben nebenbei die Arbeitslosigkeit beseitigt.

Zumindest die Ökonomen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sehen das so ähnlich. Einfach den Preis der Arbeit erhöhen und schon entstehen 1,2 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland: "Studie: Lohnzurückhaltung kostete 600 000 Jobs", in: Berliner Zeitung vom 29. März 2007.
"Die Ergebnisse dieser Untersuchung stehen in scharfem Kontrast zu anderen, die positive Effekte der Lohnzurückhaltung ausweisen"
meinen die von den Aufsichtsratstantiemen der Gewerkschaftsfunktionäre gekaufen Wirtschaftswissenschaftler. In der Tat kommt niemand außer ihnen auf diese abstruse Idee.