Sonntag, März 25, 2007

Bundesarbeitsministerium plant einen gesetzlichen Mindeststundenlohn von 5,64 Euro.

Das Bundesarbeitsministerium plant über einen Umweg eine gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 5,64 Euro einzuführen. Die Chose sollt nicht "Mindestlohn" heißen, damit die CDU ihr Gesicht bewahrt (die CDU/CSU hat vor der Bundestag die Wähler belogen, einen gesetzlichen Mindestlohn nicht einzuführen), sondern "allgemeine gesetzliche Lohnanteilsschranke".

Orientierungsmarke sollen die "Hartz IV"-Ansprüche eines Singles inklusive Mietpauschale sein, also etwa 1100 Euro monatlich: "Neues Konzept auf Hartz-IV-Niveau", in: Focus vom 25. März 2007.

Daraus ergib sich bei einer 45-Stunden-Woche ein Bruttolohn von 5,64 Euro je Stunde. Werden Urlaubsgeld und/oder Weihnachtsgeld gezahlt, verringert sich der Mindeststundenlohn entsprechend. Inwieweit Trinkgeld, das der Arbeitnehmer erhält, anzurechnen ist, wird in dem Artikel nicht angesprochen.