Samstag, März 24, 2007

Faktisch kein Rauchverbot in der Gastronomie Niedersachsens.

Laut der Meldung "Niedersachsen plant weitgehendes Wahlrecht bei Rauchverbot", in: PR-Inside.com vom 24. März 2007, soll das in Niedersachsen geplante gesetzliche Rauchverbot praktisch am jetzigen Zustand nichts ändern. Müssen Gastronomen, die bislang in ihren Betrieben ein räumlich oder zeitlich begrenztes oder gar totales Rauchverbot wollen, es ihren Gästen gegenüber durchsetzen, d.h. kommunizieren und gegebenenfalls per Hausrecht durchsetzen, müssen Gäste nach der Reform, davon ausgehen, daß in den Räumen nicht geraucht werden darf, es sei denn der Gastwirt gibt seine Räume ganz oder teilweise zum Rauchen frei:
"Nicht nur 'klassische Eckkneipen' sollen sich zu Raucherlokalen erklären können, sondern auch Restaurants. Die Größe der Wirtschaft oder die Anzahl ihrer Räume spielten für die Ausweisung als Raucherlokal ebenso wenig eine Rolle wie die Unterscheidung zwischen Speise- und Schankgaststätte. Zudem wolle Niedersachsen, dass auch Festzelte zu Raucherzelten deklariert werden könnten. Gastwirte, die ihr Lokal als Rauchergasthaus kennzeichnen wollten, brauchten keine formale Genehmigung."
Unter dem Strich ändert sich damit in Niedersachsen faktisch nichts. Das niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz verkommt zur Alibiveranstaltung für die Politiker. Und das ist gut so.

In den anderen Bundesländern wird es ähnlich kommen. Eventuell wird es in einigen Bundesländern zwar zu einem formalen Rauchverbot in der Gastronomie kommen. Doch es wird staatlicherseits niemand geben, der es kontrolliert. So bleiben wir Gastronomen die Herren in unseren Betrieben. Und auch das ist gut so.