Freitag, März 16, 2007

Guetesiegel fuer wandertouristische Gastronomiebetriebe.

Rund 600.000 Wanderer sind im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V. organisiert. Bundesweit verteilen sich die Mitglieder auf 56 regionale Hauptvereine, die sich wiederum in 3.100 Ortsguppen untergliedern. Der Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine vertritt zur einheitlichen Förderung ihrer Belange die Mitgliedsvereine.

Der Deutsche Wanderverband vergab 2007 erstmalig ein bundes bundesweites Gütesiegel für wandertouristische Gastronomiebetriebe als Erweiterung der "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland".

Das Gütesiegel "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland", mit dem bereits mehr als 640 Übernachtungsbetriebe ausgezeichnet worden sind, soll jetzt auch an gastronomische Betriebe verliehen werden. Dafür hat der Deutsche Wanderverband gemeinsam mit Tourismusexperten, Vertretern aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Wandervereinen Prüfkriterien erarbeitet. Mit ihrer Hilfe wird beurteilt, ob sich die Betriebe auf die Wünsche der Wanderer einstellen und einen kundenfreundlichen Service bieten.

"Liegt Ihr Betrieb maximal 2 Kilometer vom markierten Wanderwegenetz entfernt? Bieten Sie einen Nichtraucherbereich? Sind Sie oder Mitarbeiter wanderkundig und halten Sie Wanderinformationen bereit?" - das sind Fragen, die Gastronomen mit "ja" beantworten müssen, um das Gütesiegel zu erhalten. Zur Pflicht für wanderfreundliche Gastronomen gehört auch, dass sie Wanderer außerhalb der festen Mittags- und Abendszeit bewirten. In der Küche müssen sie regionale Produkte verwenden und auf ihrer Speisekarte auch regionaltypische Gerichte anbieten.

Die Anforderungen für "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland" im Bereich der Gastronomie wurden bereits im Frühjahr 2005 während einer Pilotphase in Bayern entwickelt und seitdem auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Das Ergebnis der Überarbeitung wurde auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin am 8. März vorgestellt.
"Mit der Zertifizierung der Gastronomie sind nun die drei Bausteine der Qualitätsoffensive für ein Wanderbares Deutschland komplett"
erklärt Ute Dicks, die Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes.
"Sehr erfolgreich läuft schon die Zertifizierung von Wanderwegen und Übernachtungsbetrieben. Nun können wir mit der Gastronomie alle wesentlichen Elemente in der Servicekette wandertouristischer Angebote auf Qualität prüfen und hervorragende Betriebe auszeichnen,"
so Ute Dicks.

Bis zum Sommer 2007 werden die Gastronomen in Zusammenarbeit mit den regionalen Touristikern über das neue Verfahren informiert und die Kriterienkataloge verteilt. Der Deutsche Wanderverband hat seit Beginn 2005 mehr als 200 Qualitätsexperten in den Wanderregionen geschult, die bisher die zertifizierungswilligen Beherbergungsbetriebe geprüft haben. Diese Qualitätsexperten, deren Zahl stetig wächst, können nun auch Restaurants und Gasthäuser begutachten.
"So wird die gute Zusammenarbeit mit den regionalen Tourismusverantwortlichen fortgesetzt,"
sagt Sven Büchler, Qualitätsexperte beim Deutschen Wanderverband, und er ist sich sicher:
"Angesichts der qualitätsbewussten und reiseerfahrenen Wanderurlauber werden zukünftig Wanderregionen mit Qualitätswegen und Qualitätsbetrieben für Unterkunft plus Verpflegung im Wettbewerb die Nase vorn haben."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbandes).