Samstag, März 24, 2007

Nichtraucher diskriminieren.

In einem Artikel des "Focus" vom 22. März ("Länder wollen Rauchverbot mit Ausnahmen") heißt es:
"Anschließend könne der Bund über eine mögliche Änderung des Arbeitsstättengesetzes entscheiden. Es sei denkbar, dass künftig die Angestellten in der Gastronomie ihre Einwilligung für eine Beschäftigung an einem Raucherarbeitsplatz geben müssten. Wowereit bezweifelte allerdings, dass sich dies 'in der Praxis nicht durchsetzen lassen' werde."
Sie könnten Vorsorge treffen und bei Neueinstellungen von Service-Mitarbeitern Nichtraucher diskriminieren (nicht einstellen). Es wird zwar gelegentlich behauptet, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetz) verbiete eine Diskriminierung von Rauchern oder Nichtrauchern. Aber das ist falsch. Sie können frei und frank erklären, daß Sie jemanden deshalb nicht einstellen, weil er raucht oder auch nicht raucht.

Wenn Sie trotzdem einen Nichtraucher einstellen, lassen Sie sich eine Erklärung unterschreiben, daß er bereit ist, auch in Raucherzonen oder Raucherzimmern zu arbeiten.

Es kann wohl auch nicht schaden, sich vorsorglich von allen beschäftigten Service-Mitarbeitern eine Erklärung unterschreiben zu lassen, daß sie bereit sind, an einem Raucherarbeitsplatz zu arbeiten. Dann haben Sie genügend Zeit bis Anfang 2008, alle zu kündigen, die ihre Unterschrift verweigern, und Ersatz einzustellen.