Montag, März 19, 2007

Sachsens Wirtschaftsminister fuer Rauchverbot in der Gastronomie.

Thomas Jurk, sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, hat in einer Pressemitteilung ("Thomas Jurk: 'Keine Kleinstaaterei beim Nichtraucherschutz'" vom 19. März Stellung zum geplanten gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie bezogen.

Er sagt:
"Nichtraucherschutz muß in Deutschland einheitlich geregelt werden. Es macht keinen Sinn, wenn die Hallenser nach Leipzig fahren müssen, nur um das Candle-Light Dinner rauchfrei zu genießen."
Dies ist absurd. Nach bestehender Gesetzeslage hat jeder Gast die Wahl, ein Restaurant aufzusuchen, in dem der Hausherr ein Rauchverbot erlassen hat, ob in Halle oder Leipzig, wo immer er will. In Wahrheit will man nicht den Nichtrauchern neue Optionen gewähren, sondern ganz im Gegenteil den Rauchern die Freiheit nehmen, eine Gaststätte aufzusuchen, in der sie rauchen dürfen, nicht nur in Halle sondern auch in Leipzig und überall in Sachsen und dem Rest der Republik.

Thomas Jurk schreibt weiter, Beispiele aus anderen Ländern würden belegen, dass Rauchfreiheit in Restaurants und Kneipen nicht gleichzeitig zu dramatischen Umsatzeinbrüchen führen, sondern dass allenfalls das Klientel wechselt.

Diese Aussage ist insoweit bemerkenswert, als bislang von den meisten Befürwortern eines Rauchverbots behauptet wird, es käme zu überhaupt keinen Umsatzrückgängen. Manche behaupten sogar, es käme zu Mehrumsätzen. Thomas Jurk gesteht ein, daß es zu Umsatzrückgängen kommen kann. Seine schwammige Wertung, diese seien nicht dramatisch, wird ein Gastronom nicht teilen, wenn er deswegen Pleite geht.