Donnerstag, März 22, 2007

Verbot von Preisaktionen in der Gastronomie.

Seitdem unsere Politiker das Geld, daß wir Ihnen unfreiwillig rüber schieben müssen, nicht mehr mit vollen Händen ausgeben können, onanieren sie mit einer wahren Flut an Vorschlägen für Gebote und Verbote.

Dies läßt sich nicht nur in Deutschland beobachten, wo der Untertanengeist eine lange Tradition hat, sondern auch in anderen Ländern wie z.B. in den Niederlanden. Typischerweise kommen solche Vorschläge besonders gern von Hinterbänklern und Ministern unwichtiger Ministerien wie Gesundheit, Umweltschutz, Verbraucherschutz. Vertreter klassischer Ministerien bleibt meist keine Zeit für Schabernack.

In den Niederlanden hat ein Vertreter dieser zweitklassigen Spezie, der Gesundheitsminister Ab Klink, angeregt, in Gaststätten Preisaktionen wie "Happy Hour" zu verbieten. Aus einer Untersuchung der Universität Twente (UT)werd ersichtlich, das besonders die vierzehn- bis fünfzehnjährigen Jugendlichen davon Gebrauch machen. Der Gesundheitsminister will in kürzester Zeit mit Vertretern der Gemeinden und der Gastronomie sprechen, daß mit diesen Aktionen keine Minderjährigen angesprochen werden dürfen. Mehr dazu: "Happy Hour wird verboten", in: Dutchblog vom 22. März 2007.

Damit kein Hinterbänkler auf die Idee kommt, sowas auch in Deutschland zu fordern, will ich an dieser Stelle schon mal vorsorglich festhalten:
  • Der Ausschank von alkoholischen Getränken ist durch das Jugendschutzgesetz seit langem gut geregelt.
  • Wer auf die Idee kommt, Getränke mit wenig Alkohol wie Bier sollten nicht an Jugendliche im Alter von 16 oder 17 Jahren ausgeschenkt werden dürfen, sollte sich überlegen, ob es wirklich geschickt ist, die Unterscheidung zwischen Bier und Schnaps zu verwischen. Schon die Alkopopsteuer auf schwach alkoholische Mixgetränke hat den Konsum von selbst gemischten, hochprozentigen Longdrinks gefördert.
  • Wer Jugedlichen von 16 und 17 Jahren den Konsum von Bier in Gaststätten untersagt, bringt sie auf die schiefe Bahn. Sie trinken dann nicht mehr wie bisher unter den Augen und damit kontrolliert in Gaststätten, sondern ungehemmt und ohne Aufsicht durch Erwachsene an anderen Orten.
  • Der Konsum von alkoholischen Getränken in der Gastronomie seitens Jugendlicher ist unbedeutend, weil die Preise für die Jugendlichen in der Regel zu hoch sind. Sie beschaffen sich Spirituosen lieber kostengünstig aus den Haushalten ihrer Eltern, in Supermärkten, an Kiosken und Tankstellen.