Freitag, April 27, 2007

Das Rauchverbot als Konsulat umgehen.

Gesetzliche Rauchverbote bieten gastronomischen Betrieben die Chance, sich das Alleinstellungsmerkmal einer Gaststätte zu erarbeiten, in der geraucht werden darf. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "USP fuer rauchende Gaeste".

Die Kollegen wetteifern mit kreativen Ideen, um das Privileg, das trinkfreudige Klientel der Raucher bewirten zu dürfen. Debbie Trevithick, Besitzerin des Pubs "Peruvian Arms" in England ist auf die witzige Idee gekommen, Peru zu bitten, ihrem Lokal den Status eines Konsulats zu verleihen: "Rauchverbot umgehen: Pub will Konsulat werden", in: "Der Standard" vom 27. April 2007, und "Pub's diplomatic bid to avoid ban", in: BBC vom 26. April 2007.

Sie treibt den PR-Schabernack auf die Spitze (ganz im Stile von Humoristen wie Ebrahim Kishon oder Loriot) und gibt der Journaille Futter:
"Die Pub-Betreiberin versprach, ihr Personal werde auch Spanisch lernen, falls das 'Peruvian Arms' den Status als Konsulat erhalten sollte. Zudem würde der peruanische Nationalfeiertag gefeiert werden. Auch über die Anschaffung eines Haus-Lamas würde sie nachdenken, sagte Trevithick. Sollte das Pub tatsächlich den Status eines Konsulats erhalten, dürfte dort nicht nur geraucht werden - dem Lokal stünden auch kostenlose Parkplätze zu."