Dienstag, April 17, 2007

Mitarbeiter-Gruppen gastgewerblicher Betriebe in StudiVZ.

Die eigentlich für Studenten gedachte Online-Community StudiVZ mit angeblich über 2 Millionen Mitgliedern, entwickelt sich auch zu einem Tool, mit dem sich Belegschaften gastgewerblicher Betriebe organisieren. Eine Gruppe von Mitarbeitern meines Bamberger Café Abseits hatte mich ja im letzten Herbst auf diese Community aufmerksam werden lassen. Siehe dazu meinen ersten Beitrag über das StudiVZ: "Gruscheln im StudiVZ" vom 2. November 2007.

Mittlerweile gibt es Gruppen diverser Betriebe. Ich habe mir einige Gruppen von Mitarbeitern Berliner Hotels exemplarisch angeschaut:
  • Hotel Steigenberger Berlin:
    "Ob studentische Aushilfe, Praktikant oder Festangestellter! Hier ist jeder willkomen!

    Also wenn ihr Fragen zum Haus oder über die Arbeit dort habt könnt ihr euch hier ganz persönlich an uns wenden!"
    Diese Gruppe hat 29 Mitglieder. Sie ist offen. Diskutiert werden eher Randnotizen.
  • Hotel Intercontintal Berlin. Gruppengröße: 25. Die Gruppe ist offen. Diskutiert wird wenig.
  • Maritim Hotel Berlin. 12 Mitglieder. Die Gruppe ist offen. Diskutiert wird wenig.
  • Berlin Excelsior Hotel. 9 Mitglieder. Die Gruppe ist offen. Rege Diskussionen um Freizeitaktivitäten.
  • Radisson SAS Hotel Berlin. 14 Mitglieder. Die Gruppe ist offen. Rege Diskussionen vor allem um gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Diese offenen Gruppen dienen wohl eher dazu, sich in großen Belegschaften etwas näher kennenzulernen und direkt miteinander zu kommunizieren (in Form von Nachrichten zwischen zwei Personen). Ich kann - da ich in geschlossenen Gruppen keinen Zugang zu den dort geführten Diskussionen habe - nur vermuten, daß es in geschlossenen Gruppen eher um arbeitsplatzbezogene Fragen geht.

Meine Tipps dazu:
  • Informieren Sie sich, ob Ihre Mitarbeiter in dieser oder anderen Communities Gruppen bilden.
  • Legen Sie mit Ihren Mitarbeitern fest, ob und inwieweit für diese Gruppen der Name Ihres Betriebes, Fotos, Logos usw. verwenden werden dürfen.
  • Erinnern Sie Ihre Mitarbeiter an ihre arbeitsvertragliche Geheimhaltungspflicht.
  • Regen Sie an, daß diese Gruppen nicht jedermann zugänglich sind, sondern vorher von dem Moderator zugelassen werden müssen. Sonst sind alle Diskussionen, Forumsbeiträge usw. öffentlich zugänglich.
  • Werden Sie selbst nicht Mitglied dieser Gruppe, es sei denn, Ihre Mitarbeiter fordern Sie dazu auf. Ihre Mitarbeiter müssen sich unter sich ausquatschen können. Verhindern können Sie das ohnehin nicht.
  • Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren bereits in einer Community organisierten Mitarbeitern, wie Sie Ihnen helfen können. Sie könnten z.B. einen Link von Ihrer Website auf diese Gruppe setzen, neue Mitarbeiter in der Einarbeitungsphase darauf aufmerksam machen oder auch mit Incentives die Teilnahme fördern usw.