Montag, April 30, 2007

Sammelbestellungen.

Manchmal muß man auf Gäste bzw. Kunden auch verzichten: "Sonst nix zu tun...", in: Aus dem Leben eines Pizzalieferdienstes vom 29. April 2007.

Auch wenn die wenigsten Gastronomen bei der Kalkulation ihrer Preise explizit ihre "Prozesskosten" zugrunde legen, spüren sie doch, wenn bestimmte Gäste und Gästewünsche sie zeitlich zu sehr belasten.

Ein paar Tipps zum Umgang mit den von dem Kollegen vom Pizzalieferdienst angesprochenen Sammelbestellungen für Belegschaften. Man sollte mit Dauer-Sammelkunden vereinbaren:
  • Die Bestellung sollte gesammelt werden. Man kann dazu Bestellformulare zur Verfügung stellen, die sich zum Sammeln eignen.
  • Die Sammelbestellung sollte bis zu einem vereinbarten Termin eingehen, der es erlaubt, die Bestellung zu produzieren, ohne daß andere Gäste warten müssen, und evtl. auch auszuliefern.
  • Für die Bezahlung der Sammelbestellung kann man mehrere Verfahren anbieten bzw. mit dem Sammelbesteller aushandeln. Wir schicken z.B. einem Kunden eine Gesamtmonatsrechnung. Die Aufteilung auf die einzelnen Besteller (Mitarbeiter des Kunden) erfolgt dort. Man könnte auch für jedes Mitglied der Sammelbestellung ein Konto einrichten und z.B. monatlich per Lastschrift einziehen. Hauptsache, der Sammelbesteller erspart sich das Einsammeln des Geldes, die Herausgabe von Wechselgeld, und der Gastronom sich das umständliche Prozedere mit Bargeld. Der Aufwand bei bargeldlosen Zahlweise ist nicht unbedingt geringer, aber man kann diese Arbeiten (Rechnung schreiben, Kundenkonto führen, Lastschrift einziehen usw.) erledigen, wenn Zeit ist. Ausserdem helfen solche Zahlsysteme, den Kunden zu binden.
  • Man kann Rabatte anbieten, die sich einerseits an der Kostenstruktur (etwa Lieferkosten) ausrichten, aber auch Anreize bieten, bestimmte Bestellmengen je Lieferung oder auch je Periode zu überschreiten. Auch damit bindet man den Kunden und motiviert den Sammelbesteller, nicht fremd gehen.
  • Man kann Sammelbesteller ab und zu mit unerwarteten Geschenken überraschen, etwa einem kostenlosen Dessert, das man übrig hat. Oder man lädt sie zu einer kostenlosen Weihnachtsfeier ein, wenn der Jahresumsatz dies erlaubt.