Mittwoch, April 18, 2007

Schlechtes Einschenken.

Die britische Verbraucherschutzvereinigung Campaign for Real Ale hat untersucht, ob in britischen Gaststätten Biergläser richtig gefüllt werden: 26,6 Prozent aller Biergläser waren mit weniger als 95 Prozent gefüllt. Die Gäste würden so umgerechnet auf alle Gaststätten um jährlich 481 Millionen britische Pfund betrogen. Es würden 208 Millionen Pints mehr ausgeschenkt als von den Gaststätten bezogen. Deshalb hat die CAMRA eine Unterschriftenaktion gegen schlechtes Einschenken gestartet.

In Deutschland ist nur der Münchener Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. in diesem Sinne aktiv, eine Institution, die es in Franken bezeichnenderweise nicht gibt, sondern nur in der Stadt, wo das Oktoberfest stattfindet.

Apropos Pint: Ein Freund von mir hat sich von seinem letzten London-Besuch ein Pint-Glas mitgebracht. Er hat es in einer seiner Stammkneipen deponiert, bekommt dort Guinness in seinem Glas serviert und profitiert so, weil der Kollege so nett ist, ihm nur den Preis für einen halben Liter zu berechnen, von dem größeren Volumen von 568 Millileter.

In Deutschland ist die Verwendung von Pint-Gläsern dummerweise verboten: "Ausschankmaße in der Gastronomie: Zur geplanten Abschaffung". Wenn auch möglicherweise nicht einmal alle Mitarbeiter der Gewerbeaufsichtsämter von diesem Verbot wissen.

Siehe auch: "Brauerei-Marketing per Ueberschank".