Dienstag, Juni 05, 2007

England: Raucherpolizei soll Raucher heimlich filmen.

In Deutschland behaupten die in den Bundesländern federführend für die geplanten Raucherdrangsalierungsgesetze der Länder verantwortlichen Ministerien, die Kontrolle des Rauchverbots in der Gastronomie werde nichts kosten. Siehe z.B. "Raucherpolizei in Baden-Wuerttemberg".

Die britische Regierung sieht das in Bezug auf das zum 1. Juli 2007 in England in Kraft tretende Rauchverbot anders:
"Die Regierung hat den lokalen Behörden £ 29.5 Million gegeben, um sich für den 1. Juli vorzubereiten; etwa 1.200 Bedienstete werden ausgebildet, um das Verbot polizeilich zu überwachen. Ian Gray, der Chefausbilder sagte vor Kurzem, die Beamten sollten zunächst sehr sehr behutsam die Befolgung durchsetzten und fügte jedoch hinzu 'die Ordnungskräfte müssten sich nicht zu erkennen geben und es ist ihnen zur Beweissicherung gestattet, Verstösse zu filmen.'"
Quelle: "Tag des Trotzes", in: Freie Buerger gegen totales Rauchverbot vom 4. Juni 2007.

Der zu Grunde liegende englischsprachige Artikel "Hundreds of pubs to flout smoking ban", in: Telegraph vom 4. Juni 2007, berichtet davon, daß die britischen Kollegen vielfältige Aktionen gegen das Rauchverbot planen bis hin zu einem schlichten Boykott des Gestzes.

Wenn ich Raucherpolizist wäre, würde ich mich nicht trauen, klammheimlich in einer Kneipe ein Video aufzunehmen. Digitale Videokameras und Handys sind teuer und gehen allzu leicht zu Bruch.

Ich fühle mich geehrt, daß die britische Regierung meinen diesjährigen Aprilscherz aufgegriffen hat: "Illegale Raucher in Gaststaetten per Video ueberfuehren". Man kann sich den scheinbar größten Schmarrn ausdenken; die Sesselfurzer übertrumpfen ihn noch.