Donnerstag, August 09, 2007

22 Prozent Umsatzrueckgang in britischen Pubs nach Einfuehrung des Rauchverbots.

In England wurde am 1. Juli 2007 ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie eingeführt. Oftmals erzäheln die deutschen Apologeten eines Rauchverbots von steigenden Umsätzen. In einem Leserbrief an die "Daily Telegraph" berichtet Tony Blows, The Dog Inn, Ewyas Harold, Herefordshire, von seinen ganz anderen Erfahrungen.

Die Regierung habe erzählt, die Nichtraucher würden in hellen Scharen die Gaststätten stürmen und die Umsätze steigen. Aber irgendjemand habe wohl vergessen, das den Nichtrauchern auszurichten. Die Regierung habe erzählt, 70% der Bevölkerung wolle rauchtfreie Kneipen, was Gastronomen immer schon merkwürdig vorgekommen sei, denn 80% ihrer Gäste rauchen. Der Umsatz im durchschnittlichen Pub sei seit dem 1. Juli um 22 Prozent gefallen. Allein in der Umgebung seines Pubs seien im Umkreis von 10 Meilen fünf Betriebe geschlossen worden. Das British Institute of Innkeepers sage voraus, daß in den nächsten zwei Jahren 5.000 Pubs als unmittelbare Folge des Rauchverbots schleßen würden. Was sei denn falsch daran, wenn sich Kneipen für oder gegen ein Rauchverbot entscheiden könnten. Dann würde der Markt entscheiden. Das sei Demokratie. Und jedermann könne sich entscheiden.

Er geht davon aus, daß man nach zwei Jahren Landgaststätten mit der Lupe suchen müsse. Die verbliebenen Gaststätten könnten nur überleben, wenn sie für ein Glas Bier 5 englische Pfund verlangen würden.