Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, August 16, 2007

Ruf doch mal an.

Stefan Braun, der Leiter der Suttgarter Gaststättenbehörde hat in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" ("Sind Restaurants jetzt rauchfrei?" vom 16. August 2007) auf die negativen Folgen des Rauchverbots hingewiesen:
"Die Lärmbelästigung muss man wohl als eine Art Abfallprodukt der neuen Regelung sehen. Das Problem wird in nächster Zeit noch stark zunehmen, da sind wir sicher."
Fast genausoviel Beschwerden Stuttgarter Bürger habe es gegeben wie wegen Verstößen gegen das Rauchverbot.

Dies haben die Verfechter des vermurksten Raucherdrangsalierungsgesetzes in Baden-Württemberg wohl nicht bedacht. Doch es ist vorhersehbar gewesen. Siehe dazu meinen Beitrag vom 25. Februar 2007: "Reaktionen Berliner Gastronomen auf das geplante gesetzliche Rauchverbot". Mein Tipp von damals:
"Für den Fall, daß sich jemand wegen Lärm beschweren möchte, gibt man ihm gleich die Telefonnummer der Gesundheitssenatorin an die Hand, am besten die private Telefonnummer, denn nachts, wenn man sich beschweren will, arbeitet im Gesundheitssenat ja niemand mehr. Damit die Politik den Frust abkriegt und nicht wir Gastronomen."
In Stuttgart sollte man natürlich nicht die Telefonummer der Berliner Gesundheitssenatorin verbreiten, sondern die Nummer der für den Murks verantwortlichen Sozialministerin Baden-Württembergs Dr. Monika Stolz:In dem oben zitierten Interview droht Stefan Braun den Stuttgarter Kollegen
"Sobald wir aber sehen, dass ein Wirt bewusst und hartnäckig gegen das Gesetz verstößt, werden wir einschreiten."
Dazu ist zu sagen:
  • Gegen eine politische Entscheidung zu sein, ist durch das Recht auf Meinungsfreiheit erlaubt. Ich kann mich als Gastronom deshalb auch ausdrücklich, hartnäckig und mit scharfen Worten gegen dieses Gesetz positionieren, in Medien, im persönlichen Gespräch und auch in meinem Betrieb.
  • Bewusste Verstöße sind nur nachzuweisen, wenn es Dokumente oder Zeugenaussagen gibt, die beweisen, daß ein Gastronom absichtlich die Bestimmungen des Gesetzes nicht einhält. Dazu müßte er so blöde sein, daß er äußert, daß er absichtlich dagegen verstößt, also ganz bewußt kein Rauchverbotsschild aufhängt oder nicht die Polizei ruft, wenn jemand raucht. Unterlassen sollte man auch schriftliche Arbeitsanweisungen an die Mitarbeiter, das Gesetz zu ignorieren. Man sollte auch nicht damit werben, daß in dem Betrieb weiterhin geraucht werden darf. Mundpropganda genügt. Zu Hausverboten ist er nicht verpflichtet. Er ist auch nicht verpflichtet, mit seinen Gästen zu diskutieren oder gar wider besseres Wissen zu behaupten, das Raucherdrangsalierungsgesetz sei kein Murks.

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