Montag, September 17, 2007

"Kuechenmanagement aktuell" spammt.

Am 14. September 2007 wurde unsere Küchenchefin von einem Anruf der IDC Service GmbH (Frau Martina Grassl) belästigt. Ihr wurde eine kostenlose Zusendung von "Küchenmanagement aktuell" angeboten. Sie fragte dreimal nach, ob damit irgendwelche Kosten verbunden wären. Dies wurde dreimal verneint.

Heute erhielt ich folgendes Fax (per Mausklick zu einer größeren Abbildung):
Fax
Ich habe daraufhin bei BWRmed!a, einem Unternehmensbereich des Verlag für die Deutsche Wirtschaft, angerufen:
  • Unsere Adresse (Telefonnummer) sei gekauft worden.
  • Das Verfahren ("kostenlose" Probeabos, die man aktiv widerrufen muß, sonst gehen sie in ein kostenpflichtiges Abonnement über) hält man für koscher. Ich sehe das anders.
  • Ich habe erläutert, daß Telefonnummern von Gaststätten dafür da sind, Anrufe von Gästen und Lieferanten, Tischreservierungen, Bestellungen für Lieferservice usw. entgegenzunehmen. Sie sind nicht dafür gedacht, Spamanrufe entgegenzunehmen. Belästigende Telefonanrufe in Gaststätten hindern die Mitarbeiter an der Arbeit. In der Hektik des Betriebs ist wenig Zeit, angemessen zu reagieren. Wenn auf diesem Weg ausgerechnet ein Newsletter vertickert werden soll, der helfen soll, mit "profierprobten Tipps und Arbeitshilfen" das Küchenmanagement zu organisieren, man aber auf diesem Wege Küchenchefs nur von ihrer Arbeit abhält, führt man die thematische Zielsetzung des Produkts ad absurdum.
  • Gaststätten erhalten jede Menge Post und Werbemüll - bei mir ist es werktäglich ein Stapel von 30 Centimeter und gut 20 bis 30 Mails. Es besteht deshalb die Gefahr, daß solche Faxe einfach abgelegt oder weggeschmissen werden, zumal man nicht mit jedem Mist den Küchenchef belästigen möchte. Verlage, die so operieren, setzen sich dem Verdacht aus, sie legten es darauf an, daß vergessen wird, Probeabonnements zu kündigen.
  • Ich habe den Verlag gebeten, seine Vertriebspolitik zu ändern und die von ihm beauftragte Agentur entsprechend anzuweisen. Ich bin dann auch bereit, über diese Änderung zu berichten. Bis dahin kann ich von der Entgegennahme von Anrufen dieses Verlags und seiner Drücker nur warnen.
Die Frage, ob ein jährlicher Preis von 239,20 Euro netto angemessen ist, der noch höher werden kann, wenn es dem Verlag einfällt, mehr Ausgaben zu produzieren als 16 pro Jahr, kann ich nicht beurteilen, denn unter solchen Bedingungen fasse ich "Küchenmanagement aktuell" nicht mal mit spitzen Fingern an. Zumal der Bezug nicht jederzeit mit sofortiger Wirkung kündbar ist, sondern nur zum Ende eines Bezugsjahres. Auch wenn ich die Chefredakteurin Aina Keller seit vielen Jahren kenne und sehr schätze.