Donnerstag, Januar 24, 2008

Auslaender raus!

Im hessischen Landtagswahlkampf versuchen fast alle Parteien, sich mit ausländerfeindlichen Forderungen zu profilieren. CDU und rechtsradikale Parteien fordern höhere Strafen und Abschiebung für ausländische Kriminelle. SPD, SED/PDS/Die Linke, MLPD und andere Chaoten fordern einen hohen gesetzlichen Mindestlohn, der ausländische Jugendliche und Ausländer, die mangels ausreichend guter deutscher Sprachkenntnisse eine niedrigere Arbeitsproduktivität aufweisen, vom Arbeitsmarkt fernhält. Siehe dazu auch den Kommentar: "Arbeit verboten" von Roland Tichy, in: Wirtschaftswoche vom 17. Januar 2008. Ein Zitat daraus:
"Jahrelang wurde die millionenfache Migration nur aus oft fragwürdigen humanitären Gründen erlaubt - die Nachzügler aber vom Arbeitsmarkt ferngehalten. Dabei ist der Arbeitsplatz, also das Miteinander von Kollegen und Kunden, der eigentliche Integrationsmotor in diesem Land. Uns ist nicht damit gedient, dass Roland Koch alle ausländischen Jugendlichen unter Generalverdacht stellt, auch nicht, dass seine Herausforderin Andrea Ypsilanti mit ihrer Mindestlohnkampagne jene um Lohn und Arbeit bringen will, die darum betteln, arbeiten zu dürfen."
Auch die Raucherdrangsalierungsgesetze der Bundesländer sind gewollt ausländerfeindlich. Die in der Debatte um ein Rauchverbot in der Gastronomie geforderte Befreiung von Sisha-Bars - wie etwa im kanadischen Vancouver (siehe dazu unseren früheren Beitrag "Rauchverbot in Sisha-Bars"), in England und Frankreich - ist, da Ausländer keine Lobby haben, nicht erfolgt. Jetzt droht den Betreibern inbesondere in Bayern, wo sie, auch falls vorhanden, nicht auf ein Nebenzimmer als Sisha-Raum ausweichen können, der Konkurs oder der Weg in die Illegalität: