Montag, Januar 21, 2008

Hessisches Gastgewerbe deutlich im Minus.

Lange mußte ich warten auf die ersten amtlichen Zahlen über die Auswirkungen des gesetzlichen Rauchverbots auf die Umsätze in der getränkeorientierten Gastronomie. Gerade eben hat das Statistische Landesamt in Hessen, wo das Rauchverbot zum 1. Oktober 2007 bereits eingeführt worden ist, eine Pressemitteilung versandt, die berichtet, daß nach Inkrafttreten des hessischen Nichtraucherschutzgesetzes die Umsätze in der getränkegeprägten Gastronomie nominal um annähernd acht Prozent zurückgegangen sind. Doch lesen Sie selbst:
"Nach den bisherigen Ergebnissen für die ersten elf Monate des letzten Jahres sanken die Umsätze im hessischen Gastgewerbe, verglichen mit den Monaten Januar bis November des Jahres 2006, nominal um knapp drei Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, war dies nach Ausschaltung der Preisveränderungen real ein Minus von gut fünf Prozent.

Dabei war die Lage im Beherbergungsgewerbe mit einem Umsatzrückgang von nominal gut zwei und real gut vier Prozent etwas besser als im Gaststättengewerbe. Dort verringerten sich die Umsätze nominal um gut vier Prozent; real waren es annähernd minus sieben Prozent. Besonders betroffen war die getränkegeprägte Gastronomie – wie z. B. Schankwirtschaften und Bars – mit einem nominalen Minus von knapp neun Prozent und einem realen Minus von gut elf Prozent. In den beiden Monaten Oktober und November, also nach Inkrafttreten des hessischen Nichtraucherschutzgesetzes, gingen die Umsätze in der getränkegeprägten Gastronomie nominal um annähernd acht Prozent zurück, also weniger stark als in den Monaten zuvor. Den Kantinen und Catering-Unternehmen ging es weniger schlecht. Sie hatten nominal 1,5 Prozent weniger in ihren Kassen, was real einen Rückgang von gut vier Prozent bedeutete.

Bei knapp dreiprozentiger Abnahme der Zahl der Vollbeschäftigten und gleichzeitiger Abnahme der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um annähernd zwei Prozent sank die Zahl der Beschäftigten insgesamt im Vergleichszeitraum um gut zwei Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Hessen).