Montag, Januar 14, 2008

Umsatzverluste in der Gastronomie Frankfurts an der Oder: Rauchende Gaeste pendeln nach Polen.

Bild berichtet über erhebliche Umsatzrückgänge der Gastronomie in Frankfurt an der Oder in Folge des gesetzlichen Rauchverbots in Brandenburg: "Wir pendeln zum Paffen nach Polen", in: Bild vom 14. Januar 2008.

Wenn es nach dem Willen von SPD, SED/PDS/Die Linke, den Grünen und der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands geht, sollen die Brandenburger Kollegen demnächst aus ihren leeren Kassen auch noch einen gesetzlichen Mindestlohn zahlen in Höhe von 7,50 Euro (SPD), 8,00 Euro (SED/PDS/Die Linke) bzw. 10,00 Euro (MLPD). Der gesetzliche monatlicher Mindestlohn in Polen beträgt seit dem 01. Januar 2006 brutto 899,10 PLN (rd. 230,00 EUR) (Quelle: "Mindestlohn und Durchschnittsvergütung in Polen" von RAe Schindler & Boltze). Das sind umgerechnet auf 40 Stunden pro Woche bzw. 173,3 Stunden im Monat pro Stunde 1,33 Euro.

Die SED hat auch schon während ihrer Zeit der Herrschaft in der sowjetisch besetzten Zone und danach in der DDR systematisch die private Gastronomie verdrängt:
"Bereits Ende 1949 hatte sich in Ostberlin wie in der gesamten DDR ein ansehnliches Netz von HO-Gaststätten gebildet. Dies geschah durch Übernahme bestehender Restaurants, die privat betrieben oder während des Krieges aufgegeben worden waren. Die HOG trat in die Pachtverträge ein oder schloss mit den Grundstückseigentümern neue. Diese, zumeist nicht identisch mit dem Betreiber der Gaststätte, freuten sich in der Regel über den solventen Pächter. Inhaber privater Lokale wurden samt Personal übernommen - die neuen Herren der Gastronomie verfügten über genügend interessante Ware, gute Umsätze waren sicher....

Der Anteil der HO-Gaststätten am gastronomischen Umsatz lag in der DDR insgesamt im Jahr 1950 bei nur knapp einem Drittel, die Privaten bestritten also zwei Drittel. Der Anteil der HOG erhöhte sich bis 1960 auf 50 Prozent, stieg bis 1970 auf mehr als 70 Prozent und erreichte ab 1980 mehr als 80 Prozent einschließlich der Kommissionslokale."
Mehr dazu: "Borchardt hatte mehr als 50 Jahre Pause", in: Berlinische Monatsschrift Heft 7/2000.