Montag, Februar 11, 2008

Ministerpraesident Oettinger hat Kneipensterben bewusst in Kauf genommen.

In Baden-Württemberg ist das Nichtraucherschutzgesetz seit dem 1. August 2007 in Kraft. Deshalb machen nicht wenigen Kneipen dicht. Ein Beispiel aus Villingen-Schwenningen: "Rauchverbot: Café Mall gibt auf", in: Südkurier vom 11. Februar 2008.

Baden-Würrtembergs Ministerpräsident Günther Oettinger sagte am Wochenende dazu:
"Es ist eine Entwicklung, die wir bewusst in Kauf genommen haben."
(Quelle: "Weiter kein Qualm in kleinen Kneipen", in: Heidenheimer Zeitung vom 11. Februar 2008.)

Hingegen schwadroniert z.B. das rheinland-pfälzische Justizjministerium, "enorme wirt­schaft­liche Folgen" seien "fraglich", da in Irland, den USA und Aus­tra­lien "keine Umsatz­rück­gänge ein­getre­ten" seien (Quelle: "Rauchverbot im Anzug", in: Rhein-Zeitung vom 11. Februar 2008).

Ehrlicher sind da manche Sachbearbeiter vor Ort. So sagte Thomas Terhardt vom Außendienst für das Delmenhorster Ordnungsamt:
"Wir haben schon Verständnis für die Wirte und beobachten auch, dass viele Gäste wegbleiben. Die Leute trinken ihr Bier jetzt lieber zu Hause, wo sie auch rauchen dürfen."
(Quelle: "Gastwirte zahlen 300 Euro und mehr", in: Delmenhorster Kreisblatt vom 11. Februar 2008.).