Mittwoch, März 26, 2008

Der schlechte Tisch.

Wohl in jeder Gaststätte gibt es "gute" und "schlechte" Tische. Zumindest kann ich in meinem Bamberger Café Abseits beobachten, daß bestimmte Tische lieber reserviert werden als andere. Und wenn sich Gäste, die nicht reserviert haben, Sitzplätze aussuchen, werden besonders gerne solche genommen mit dem Rücken zu einer Wand, in einer Nische, an den Fenstern oder an der Theke. Weniger beliebt sind Tische und Plätze, die frei im Raum stehen. Gottseidank haben wir davon nur einen einzigen.

Der amerikanische Unternehmensberater und Autor Seth Godin macht sich Gedanken, wie man "schlechte Tische" besser verkaufen kann: "The bad table".

Das Wichtigste zuerst: es gibt gefälligst keinen "schlechten Tisch". Niemand möchte an so etwas sitzen. Stattdessen sollte man unpopuläre Tische und Plätze aufwerten. Seth Godin schlägt vor:
  • spezielle Angebote für Speisen und Getränke.
  • einen besonders aufmerksamen Service, etwa einen Besuch vom Küchenchef.
Bei einem Kollegen habe ichgesehen, daß es an der Theke (die vielleicht dort weniger beliebt ist als bei uns) einen Espresso zum Schnäppchenpreis gibt.

Plätze mit dem Rücken zum Gastraum kann man attraktiver gestalten, indem man Spiegel so platziert, daß der Gast indirekt den Gastraum beobachten und z.B. mit den Augen flirten kann.

Siehe dazu auch "Große Tische".