Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, März 03, 2008

Die CSU wurde bei den Kommunalwahlen abgestraft.

Wie von mir erwartet, wurde die CSU bei den bayerischen Kommunalwahlen abgestraft. Viele CSU-Funktionäre in den Kommunen und CSU-Stammwähler sind vehement gegen das rigide gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie und haben die Kommunalwahlen boykottiert.

Der bayerische Wirtschaftsminister Thomas Goppel hat laut einer Meldung des "Münchener Merkurs" vom 3. März 2008 ("Die CSU ringt um Fassung") gesagt, die CSU habe am meisten darunter gelitten, dass die Leute zuhause geblieben sind. Er hat dies in Verbindung gebracht mit strittigen Themen wie dem Transrapid, der dritten Startbahn des Flughafens bei München und dem Rauchverbot. Es gebe "offene Stellen, die wir bereinigen müssen bis Herbst". Wenn das heißen soll, daß die CSU das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie wieder abschaffen oder wenigstens die "spanische Lösung" einführen soll, bei der sich Gaststätten mit bis zu 100 Quadratmetern Gastraumfläche frei entscheiden könnnen, ob sie das Rauchen in ihren Räumen verbieten oder nicht, hätte ich nichts dagegen.

Laut einer Meldung "'Persönliche Schlappe für Beckstein'", in: PR-Inside vom 3. März 2008, haben weitere CSU-Funktionäre die Einschätzung bestätigt, daß auch das Rauchverbot zu den CSU-Verlusten beigetragen hat. Der CSU-Innenexperte und Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl habe gesagt, er halte das Rauchverbot "auch für völlig überzogen". Es müsse ja Gründe für die bürgerlichen Wähler gegeben haben, zu Hause zu bleiben. Der Münchner Stadtvorsitzende der Jungen Union Tobias Weiß habe festgestellt, das von der CSU forcierte strenge Rauchverbot und der Streit um den geplanten Transrapid hätten den Wahlkampf belastet. Die Münchner CSU habe "die Quittung dafür bekommen".

Auch Herbert Borrmann, der Fraktionsvorsitzende der CSU in Rosenheim, führt das schlechte Ergebnis der CSU auf das Rauchverbot zurück. Sogar viele Nichtraucher hätten gesagt, sie würden die CSU deshalb nicht mehr wählen, weil ihnen das strikte Verbot zu militant sei. Quelle: "Gabriele Bauer siegt grandios", in: Oberbayerisches Volksblatt vom 3. März 2008.

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