Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, Mai 20, 2008

Trauer um die Bamberger Brauerei Maisel.

Konni Scheller vom Restaurant "Roter Ochs" in Forchheim beklagt die Insolvenz der Bamberger Brauerei Maisel, die ihn beliefert hat: "Maisel Brauerei insolvent...", in: Konnis Julinarische Monologe vom 19. Mai 2008.

Einige Anmerkungen dazu aus meiner Sicht:
  • Ich bin Gastronom in Bamberg, biete eine breite Bierauswahl von saisonal 40 bis 50 verschiedenen Bieren und habe noch nie in meinem Leben ein Bier dieser Brauerei ausgeschenkt und selten eins getrunken.
  • Um ein Mißverständnis zu vermeiden: Die Bamberger Brauerei Maisel hat nichts zu tun mit der erfolgreichen, putzmunteren Brauerei Maisel in Bayreuth.
  • Als die Bamberger Brauerei Maisel vor Jahren zum Verkauf stand, wurde getuschelt, eine große Nürnberger, damals noch selbständige Brauerei sei interessiert, vor allem an dem sehr großen Bestand an Kunden in der Gastronomie und Getränkeläden, die diese Brauerei in der Region hat.
  • Die Bamberger Brauerei Maisel hat zuletzt versucht, sich mit der Marke St. Michaelsberg neu zu positionieren, einem Namen einer früher einmal an anderer Stelle vorhandenen Klosterbrauerei. Sehr groß schien das Vertrauen in die eigene Marke nicht mehr zu sein.
  • Man sollte angesichts des Brauereisterbens nicht zu traurig sein. Betroffen sind vor allem mittelgroße Brauereien, die dem sinkenden Abverkauf je Verkaufsstelle durch eine Ausweitung des Vertriebsgebietes auszuweichen versuchen, die ihre Sortimente mit Me-Toos z.B. von Biermixbetränken aufblähen und dann ihre hohen und steigenden Vertriebs- und Marketingkosten nicht mehr tragen können. Andere Brauereien, die auch bei stark steigenden Rohstoffkosten auf überragende Bierqualität setzen und die beim Vertrieb und Marketing knausern (können) und auf die Kraft und Arbeitskraft ihrer Familie setzen (können), schwimmen hingegen geradezu im Geld.

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