Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, Juni 10, 2008

Katrin Lompschers halbe Wahrheit.

Morgen werden vor dem Bundesverfassungsgericht exemplarisch drei von insgesamt 27 Verfassungsbeschwerden gegen das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie mündlich verhandelt. Darunter ist auch eine Verfassungsbeschwerde aus Berlin von der 45-jährigen Kollegin Sylvia Thimm von der Kneipe "Doors" in Prenzlauer Berg.

Die für die Berliner Regelung zuständige Berliner Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Katrin Lompscher wurde von der Tageszeitung "Berliner Morgenpost" dazu befragt: "Senatorin vor Termin in Karlsruhe optimistisch" vom 10. Juni 2008:
"Lompscher verweist dagegen darauf, dass es keine Zahlen des statistischen Landesamtes zu Umsatzeinbußen gebe. Möglicherweise hänge der Rückgang auch mit einer Konsumzurückhaltung aufgrund steigender Preise zusammen, so Lompscher. In ihrer Verwaltung vertritt man zudem die Meinung, dass es in der Übergangsphase zu Umsatzrückgängen kommen könne. Intern spricht man davon, dass eine Eingewöhnung erforderlich sei."
Vielleicht hätte sich die Kommunistin an das Wort Lenins halten und die vollständige Wahrheit sagen sollen:
"Der Gesichtspunkt des Lebens, der Praxis muß der erste und grundlegende Gesichtspunkt der Erkenntnistheorie sein."
(Lenin, W. I.: Werke, Band 14, S. 137.)

Die Aussage, es gebe keine Zahlen des Statistischen Landesamts ist für Berlin zwar richtig. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. In Berlin besteht das gesetzliche Rauchverbot seit dem 1. Januar 2008, doch Verstöße dagegen werden erst ab dem 1. Juli 2008 strafbar. So ist es kein Wunder, daß sich in Berlin fast kein Schwein daran hält und somit auch noch keine Umsatzverluste deswegen feststellbar sind. Der andere Teil der Wahrheit ist aber, daß in den Bundesländern, in denen das Rauchverbot bereits mit Strafdrohungen gilt, erhebliche Umsatzverluste zu verzeichnen sind. Gottseidank hat sich das Bundesverfassungsgericht nicht belügen lassen und selbst eine Auskunft beim Statistischen Bundesamt eingeholt: "Rauchverbote und Umsaetze im Gaststaettengewerbe".

Katrin Lompschers zwielichtiger Umgang mit der Wahrheit wird auch deutlich, wenn man sich den offiziellen Lebenslauf der Kommunistin anschaut. Dort schweigt sie sich über die Frage aus, ob sie bereits als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Städtebau und Architektur der Bauakademie der DDR der SED angehört hat. Laut dem Wikipedia-Artikel "Katrin Lompscher" ist sie 1980 in die SED eingetreten, also im frühestmöglichen Alter von 18 Jahren. Das könnte man als naive Jugendsünde abtun oder als verzeihlich, wenn sie dazu genötigt worden wäre. Doch sie hat seitdem nichts dazu gelernt und ist auch heute noch Mitglied der SED-Nachfolgeorganisation.

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