Mittwoch, Juni 04, 2008

Thueringer Hotel – und Gastgewerbe mit verhaltenem Optimismus.

Erfurt, 04. Juni 2008 / Das Thüringer Hotel- und Gastgewerbe wurde im März 2008 nach der Einschätzung der zurückliegenden Wintersaison und den Erwartungen für die bevorstehende Sommersaison befragt. Diese Befragung erfolgte deutschlandweit über den DEHOGA Bundesverband und wird in der Einzelauswertung auf die einzelnen Bundesländer herunter gebrochen.

Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass die befragten Unternehmer im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe die Lage der Branche für die vorangegangene Saison als weiterhin angespannt, im Bezug auf die Gästezahlen/ Zimmerauslastung, den Umsatz und den Ertrag eingeschätzt haben. Die Ursachen dafür sind recht vielfältig. Aufgezählt wird von den Unternehmern unter anderem der wachsende Anspruch bei gleichzeitigem erhöhtem Preisbewusstsein der Gäste. Die fehlende Kaufkraft mache sich vor allem in der steigenden Nachfrage nach preiswerten Angeboten bemerkbar.

In der Hotellerie liegt der Rückgang nach Aussage der Unternehmen vorrangig in der Verkürzung der Aufenthaltsdauer und dem gestiegenen Preisbewusstsein der Gäste, dem mit neuen Pauschalangeboten begegnet wird.

Erdrückend für die Unternehmen im Hotel- und Gastgewerbe sind außerdem die weiterhin nicht sinkenden Steuer- und Sozialabgaben, die gestiegenen Betriebskosten insbesondere aufgrund der hohen Energie- und Entsorgungspreise. Die Erträge werden dadurch immer geringer, da die enorme Kostenlast der Unternehmen nicht an den Gast weitergegeben werden kann.

Weiterhin sind die Gebührenbelastung beispielsweise durch Rundfunkgebühren und Urheberrechtsgebühren als dramatisch zu bezeichnen und es steht dabei auch ein weiterer Anstieg zu befürchten.

Aufgrund dessen kann die Ertragslage sowohl im Gastronomie- wie auch im Hotelbereich als immer noch angespannt bezeichnet werden. Die natürliche Schlussfolgerung daraus ist die weitere Zurückhaltung bei Investitionen und das Bemühen bestehende Arbeitsplätze zu erhalten. Dennoch, und dies ist ein positiver Aspekt, sind insbesondere die Unternehmen unserer Branche in größeren Städten aufgrund der sich positiv entwickelten Touristenzahlen und den damit einhergehenden weiteren Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen zuversichtlich.

Der Ausblick auf die bevorstehende Sommersaison kann insgesamt mit verhaltenem Optimismus bezeichnet werden. Die überwiegende Zahl der befragten Gastronomie Unternehmen erwartet für die kommende Saison gleich bleibende bzw. sinkende Auslastungs- und Umsatzzahlen. Dies ist auch insbesondere durch die Ungewissheit des Rauchverbotes, welches hauptsächlich die Einraum- und Getränkegeprägte Gastronomie betrifft, geprägt.

Das Hotelgewerbe ist hingegen optimistischer gestimmt und sieht für sich durchaus Wachstumschancen.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).