Freitag, Juni 13, 2008

Werbeverbot fuer Alkohol.

Mario Scheuermann kritisiert in seinem Blog Drinktank ein Verbot von Plakaten für Alkohol und Tabak im öffentlichen Raum des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg: "Werbeverbot für Alkohol" vom 13. Juni 2008. Siehe dazu auch: "Kreuzberg-Friedrichshain verbannt Werbung für Alltagsdrogen", in: Tagesspiegel vom 26. Mai 2008.

Meine Meinung dazu ist gespalten. Einerseits hat er Recht mit der Warnung "Wehret den Anfängen!", weil zu befürchten ist, daß die Meinungsfreiheit in Gefahr ist. Zudem ist ein solches Verbot ausgerechnet im Graffiti-übersprühten, schmutzigsten Bezirk Berlins, wo wirklich wichtigere Probleme einer Lösung harren, ziemlich lächerlich. Dies spricht dafür, daß die grünen Gutmenschen-Ajatollahs, die in Bayern sogar Kreuze aus den Klassenzimmern reißen wollen, überdrehen. Andererseits sorgt ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol im öffentlichen Raum dafür, daß die Möglichkeiten, mit Werbeplätzen in privatem Raum, Geld zu verdienen, sich verbessern, zumal an solchen Orten, wo Alkohol und Tabak bevorzugt konsumiert werden wie in Gaststätten.

Wobei ich mir die hämische Bemerkung nicht verkneifen kann, daß die Gutmenschen mit ihrer genußfeindlichen Gesinnung den muslimischen Terroristen wie auch den moralinsauren, radikalen amerikanischen Christen näher stehen als ihnen bewußt ist. So untersagt auch Google Adwords für Bier und andere alkoholische Getränke. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Weitere Erfahrungen mit Google Adwords: Werbeaufwand nur 0,8%".

Die angebliche Intention, die "ständigen Alkoholexzesse immer jüngerer Trinker" zu vermeiden, dürfte mit diesem Werbeverbot nicht erreicht werden. Zudem hat Rot-Grün dieses Ziel ja schon vor Jahren durch die Alcopopsteuer erreicht, oder doch nicht? Siehe dazu: "Alcopopsteuer gescheitert".