Dienstag, Oktober 28, 2008

Terror in Kreuzberg.

Jungle World ist eine linksradikale Wochenzeitung aus Berlin, in der gelegentlich aber auch Autoren zu Wort kommen, die vermeintlich linke Positionen räumen. Mehr über die Geschichte dieser Zeitung im Wikipedia-Artikel "Jungle World". Wenn man sich über Gewerkschaftskampagnen gegen Kollegen aus dem Gastgewerbe informieren will, ist "Jungle World" eine vorzügliche, wenn auch einseitige Quelle.

In der Ausgabe vom 23. Oktober 2008 wird von Christoph Villinger gegen den Franchisegeber Subway polemisiert: "Wie ein Sandwich dem anderen". Berichtet wird über den jungen Berliner Franchisenehmer und Existenzgründer David B. in Berlin-Kreuzberg, der zur Zeit terrorisiert wird. Statt den Existenzgründer zu loben, der auf eigenes Risiko versucht, Arbeitsplätze zu schaffen, nur billige Polemik:
"Verrechnet hat sich David B. auch mit seinem Plan, andere für sich arbeiten zu lassen."
Mehr darüber: "Hassattacken gegen US-Fastfood-Ketten", in: Die Welt vom 16. Oktober 2008.

Aber was kann man in einem Bezirk, in dem der Anwalt der RAF Hans-Jürgen Ströbele zum Direktkandidaten gewählt worden ist, und ein großer Teil der Bevölkerung in den Tag hinein lebt und sich vom Staat durchfüttern läßt, anderes erwarten? Bleibt zu hoffen, daß sich die Tendenz zur Aufwertung (Gentrification) dieses Bezirks fortsetzt und der Terror gegen Gastronomen nur das letzte Aufbäumen der linksradikalen Szene darstellt. Diese "Yuppisierung" wird in Kreuzberg teils aber auch kritisch beäugt, etwa vom Gentrification Blog.