Mittwoch, November 05, 2008

Linker Putsch gescheitert - ein Nachtrag.

Nachdem ich gestern Dr. Heribert Prantl, den nach meinem Eindruck der SPD nahe stehenden Chef des Ressorts Innenpolitik der "Süddeutschen Zeitung", als "Hobbypsychologen" angepinkelt habe ("Linker Putsch gescheitert"), attackiert heute Kurt Kister in einem weiteren Kommentar der "Süddeutschen Zeitung" den Kommentar seines Kollegen vom Vortag mit scharfen Worten:
"Jenseits der Verschwörungstheorien gibt es viele Erklärungsversuche, die mehr mit Psychologie als mit Politik zu tun haben. Vor allem das Verhalten der drei Spät-Verweigerer, so heißt es, gehöre eher in den Bereich der Psychiatrie als des Landtages. Gewiss, persönliche Verletzungen, exzessive Besserwisserei, Rachegelüste spielen auch in der Politik oft eine Rolle - man denke nur an Edmund Stoiber oder Oskar Lafontaine, auch an Andrea Ypsilanti und Jürgen Walter. Trotzdem aber ist Politik nicht in erster Linie eine Psycho-Soap, auch wenn es Journalisten zu häufig so darstellen."
(Quelle: "Die SPD und das Gewissen", in: Süddeutsche Zeitung vom 5. November 2008.