Donnerstag, Januar 29, 2009

Verliert die eigene Website an Bedeutung?

Wenn es richtig ist, daß Web 2.0 zur Folge hat, daß man Menschen, Besucher, Gäste nicht mehr nur und nicht mehr vor allem auf die eigene Website lockt, sondern sich dort präsentiert, wo die anderen Menschen sind, also in Online-Gemeinschaften, braucht man dann überhaupt noch eine eigene Website?

Man braucht sich nur mal die Liste der Teilnehmer beim TourismusCamp 2009 in Eichstätt anzuschauen. Fast alle Teilnehmer ergänzen ihren Namen (also ihre persönliche Marken) mit Links zu ihrem XING-Profil, ihrem Twitter-Account (falls vorhanden) und einem Link zu ihren Websites bzw. den Websites der Unternehmen, die sie vertreten.

In der Konsequenz verkümmert die eigene Website zu einer Link- oder Widgetsammlung der eigenen sonstigen Präsenzen in diversen Communities.

Thomas Lippert, der Winzerblogger hat ein extremes, konsequentes Beispiel ausgegraben: moryson.net ist die Website des Webdesigners Jan Moryson aus Koblenz, der sich auf seiner persönlichen Website mit verlinkten Graphiken der wichtigsten Communuties bzw. Tools begnügt, in denen er präsent und mit denen er aktiv ist, sowie der Unternehmen, in denen er arbeitet bzw. die er besitzt (via "Twitterei, in: Winzerblog vom 29. Januar 2009).

Ein weiteres Beispiel, diesmal mit schieren Textlinks, ist die Website von Olaf Nietz.

Für Gastronomen, die überhaupt noch nicht mit einer eigenen Website im Internet präsent sind, eröffnet diese Entwicklung die Chance, kostengünstig und schnell mit einer Präsenz in einer solchen Community zu starten, die für den eigenen Betrieb wichtig ist (für Musikkneipen etwa Myspace), ergänzt eventuell durch eine Art persönliche Visitenkarte, etwa als XING-Profil.

Gastronomen, die bereits eine eigene Website besitzen, sollten daran denken, sich in Communities zu tummeln und diese Aktivitäten dort ergänzend in ihrer Website abzubilden. Ein schönes Beispiel habe ich jüngst beschrieben: "cafga, Mannheim".