Sonntag, März 15, 2009

"Der Gast steht an erster Stelle".

Per Pressemitteilung des Berliner Landesverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes nimmt dessen Präsident Willy Weiland Stellung zur Diskussion um Hygienestandards im Berliner Gastgewerbe:

(Berlin, 12.03.2009)
"Wir sind der Verband der Gastgeber Berlins. Für einen Gastgeber ist es ganz selbstverständlich, dass der Gast an erster Stelle steht."
Willy Weiland, Präsident des DEHOGA Berlin, zeigt sich irritiert über die Diskussion der letzten Tage.
"Der Gast hat selbstverständlich ein Recht auf eine saubere Küche und das Bezirksamt hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass hygienische Standards eingehalten werden."
Seit am Montag letzter Woche das Bezirksamt Pankow eine Liste mit 39 Gaststätten wegen Nichteinhaltung von Hygienestandards an den Internet-Pranger stellte, tobt in Berlin die Diskussion, wie sauber die Gaststätten der Stadt tatsächlich sind.
"Hygiene hat im Gastgewerbe oberste Priorität. 'Schwarze Schafe' mit erheblichen Mängeln sollen aber sofort zur Verantwortung gezogen werden. Sie schaden der gesamten Branche."
Die Veröffentlichung von Positiv- und Negativlisten hält Willy Weiland in diesem Zusammenhang für ein wenig geeignetes Mittel.
"Es ist für uns allerdings nicht akzeptabel, dass der Gast in Zukunft Recherchen im Internet anstellen muss um festzustellen, ob bei seinem Lieblingswirt auch alles in Ordnung ist. Der DEHOGA Berlin setzt mit Fortbildungsveranstaltungen und Beratungsgesprächen für Mitglieder auf Aufklärung im Vorfeld."
Mit Blick auf die ITB und dem Eintreffen von 100.000 Fachleuten der Reisebranche gibt er außerdem zu bedenken:
"Der Ruf Berlins in der Welt ist auch auf die Gastgeber dieser Stadt zurückzuführen. Durch die selektive und stichprobenhafte Auflistung von 44 Betrieben wird automatisch auch die Mehrheit der Betriebe, die einwandfrei und sauber für den Gast arbeiten, stigmatisiert. Damit erleidet auch der Berliner Tourismus- und Wirtschaftsstandort Schaden."