Donnerstag, September 24, 2009

Streikbegleitende "Flashmob-Aktion".

Wenn ich das Bundesarbeitsgericht richtig verstanden habe, darf ich als Arbeitgeber im Rahmen eines Streiks Büros der Gewerkschaften stürmen und dort ein Chaos anrichten: "Streikbegleitende 'Flashmob-Aktion'" (Pressemitteilung Nr. 95/09 des Bundesarbeitsgerichts vom 22. September 2009:
"Eine gewerkschaftliche Aktion, bei der kurzfristig aufgerufene Teilnehmer durch den Kauf geringwertiger Waren oder das Befüllen und Stehenlassen von Einkaufswagen in einem Einzelhandelsgeschäft eine Störung betrieblicher Abläufe herbeiführen, ist im Arbeitskampf nicht generell unzulässig."
Die Gewerkschaft ver.di hat ähnliche Aktionen auch für andere Branche außerhalb des Einzelhandels angekündigt: "Streik-Urteil empört Arbeitgeber", in: Handelsblatt vom 23. September 2009.