Montag, Januar 04, 2010

Elektronischer Entgeltnachweis ("Elena").

Soll ich wirklich mit der 56-seitigen Ausfüllanleitung für Elena meine Zeit totschlagen? Ich werde die Daten wohl eher intuitiv erfassen. Vermutlich gibt es eine oberflächliche technische Plausibilitätsprüfung, aber kein Schwein wird sich die Daten en détail anschauen. Schließlich handelt es sich ja angeblich um ein Projekt zum Bürokratieabbau ("Die Arbeitgeber werden von mehr als 85 Mio. Euro Bürokratiekosten entlastet, ihre Wettbewerbsfähigkeit steigt." lügt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, den der Nationalen Normenkontrollrat zitierend.)

Wenn Sie sich ernsthafter mit dem Gesetz für elektronischen Entgeltnachweis (ELENA) auseinandersetzen wollen, können Sie kostenpflichtige (!) Hotlines kontaktieren:
  • ELENA Hotline: 0 18 05 / 35 36 2-0 (Festnetz 14 Ct./Min., Mobilnetze teurer)
    Mo.-Fr. 6:00 - 21:00 Uhr, Sa. 8:00 - 18:00 Uhr.
  • Hotline des BMWI: 0 18 05 / 61 50 05 (Festnetz 14 Ct./Min., Mobilnetze teurer)
    Mo.-Do. 8:00 - 20:00 Uhr, Fr. 8:00 - 12:00 Uhr.
Informationen im Internet bietet www.das-elena-verfahren.de.

Zur Kritik an diesem Mist siehe etwa: "Elena - eine gute Idee mutiert zum Datenmonster", in: Die Zeit vom 4. Januar 2010.

Übrigens: Bei der letzten Volkszählung habe ich als Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zwei Kilometer angegeben und als Fahrzeit 14 Stunden hin und zurück. Aufgefallen ist dies niemandem.