Mittwoch, Juli 07, 2010

Gesundheitsreform.

Ab 2011 sollen Arbeitgeber jeden Monat
  • feststellen, welche durchschnittliche Zusatzbeitrag von der Bundesversicherungsamt festgestellt worden ist
  • ausrechnen, ob dieser Zusatzbeitrag die Grenze von 2% des Bruttolohns derjenigen Mitarbeiter übersteigt, die gesetzlich krankenversichert sind
  • den Differenzbetrag ausrechnen, um den der Zusatzbeitrag 2% des Bruttolohns übersteigt
  • diesen Differenzbetrag vom Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung abziehen
  • falls der Differenzbetrag den Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung übersteigt, den Rest übersteigenden Betrag auszahlen
  • die korrigierten Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung melden und abführen
Dabei beschreibt dieses Prozendere noch den einfachen Fall, daß ein Arbeitnehmer nur ein Beschäftigungsverhältnis hat. Bei zwei und mehr Beschäftigungsverhältnissen müssen die verschiedenen Arbeitgeber ihre Berechnung noch aufeinander abstimmen, weil die Grenze von 2% der Bruttolohnsumme sich auf alle Löhne des Arbeitnehmers zusammengerechnet gilt. Eine Abstimmung wird auch erforderlich, wenn ein Arbeitnehmer eine Rente bezieht.

Was schreibt die gottverdammte Bundesregierung dazu:
" Übersteigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent des individuellen sozialversicherungspflichtigen Einkommens, greift der Sozialausgleich. Das Ganze funktioniert unbürokratisch durch den Arbeitgeber oder Rentenversicherungsträger."
(Quelle: "Lasten fair verteilt", in: Bundesregierung.de vom 6. Juli 2010).

Wie kommt Ihr Sesselfurzer bloß immer wieder auf solche verrückte Ideen?